Pressemitteilung

„Ende gut, alles gut“ – so das Fazit von Dr. Wilm Schulte, Hauptgeschäftsführer des Einzelhandelsverbandes Westfalen-Münsterland zum Verlauf des diesjährigen Weihnachtsgeschäftes. Der Verband hatte kurz vor dem Jahreswechsel in einer Blitzumfrage in Dortmund, Hamm und im Kreis Unna erhoben, wie seine Mitglieder den Verlauf des diesjährigen Weihnachtsgeschäftes einschätzen.

„Zwar können wir noch keine exakten Zahlen nennen, die große Mehrheit unserer Händler ist aber zufrieden. Dies ist vor dem Hintergrund der eher skeptischen Grundhaltung des Handels ein wirklich gutes Ergebnis. Ob letztlich unterm Strich im Dezember ein Umsatzplus erwirtschaftet werden konnte, steht allerdings dahin. Erste Anzeichen sprechen dafür, dass der Dezember-Umsatz das Vorjahresergebnis nicht ganz erreichen wird. Knapp die Hälfte der Befragten erwartet jedenfalls im Vergleich zum Vorjahr im Dezember niedrigere Umsätze. Wichtiger ist jedoch, dass die Stimmung der Verbraucher trotz aller Horrormeldungen der letzten Wochen und Monate stabil geblieben ist. Das macht auch Hoffnung für das sicher schwierige Jahr 2009.“

77 Prozent der Befragten waren mit der Umsatzentwicklung in den letzten Wochen zufrieden bis sehr zufrieden, so Dr. Schulte. Dabei stand „billig, billig, billig“ nicht im Vordergrund der Geschenkeauswahl. Qualität habe seinen Preis und habe dennoch seine Käufer gefunden. Geholfen habe dabei sicher, dass viele Kunden einfach mehr Geld zur Verfügung hatten. Einkommenserhöhungen, zunehmende Beschäftigung, wieder eintretende Preisstabilität und sinkende Energiepreise – besonders an den Tankstellen spürbar – blieben nicht ohne Wirkung.

Die Erwartungshaltung des Handels für das Jahr 2008 insgesamt ist dabei insgesamt nicht erfüllt worden. „Wir müssen damit rechnen, dass der Handel in 2008 zwar ein leichtes nominelles Plus erwirtschaftet hat, rechnet man aber die Preissteigerungsraten heraus, bleibt ein reales Minus,“ so Dr. Schulte.

Nicht alle Händler der Region sind zum Jahreswechsel gleichermaßen gut gelaunt: Während Bücher, Parfüm, Sportartikel, Spielwaren, Schmuck und Unterhaltungselektronik. unter vielen Weihnachtsbäume lagen, zeigten sich die Textil-Händler eher unzufrieden. „Schnee und Kälte haben erst in den letzten Tagen die milde, regnerischen Witterung abgelöst – warme Winterkleidung ist deshalb wohl erst jetzt gefragt.“

Auffallend ist schließlich, dass viele Händler in der Vorweihnachtszeit ihre Öffnungszeiten ausgedehnt haben, um den Kunden einen zusätzlichen Service zu bieten. Das Verschenken von Gutscheinen stagniert offensichtlich auf hohem Niveau, ist aber nicht weiter in Mode gekommen. Fast die Hälfte aller Befragten berichteten sogar, dass die Zahl der verkauften Gutscheine rückläufig war. Fazit: Persönliche ausgesuchte Geschenke scheinen wieder etwas stärker an Gewicht zu gewinnen. Nach den Feiertagen herrschte in den Städten der Region reger Betrieb, das Nachweihnachtsgeschäft mit dem traditionell damit verbundenen Umtausch blühte.